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Was ist Altersstarrsinn?

Viele Angehörige kennen das Problem, dass Menschen im Alter sehr starrsinnig reagieren. Viele Senioren reagieren auf gut gemeinte Ratschläge und Hilfen mürrisch oder sogar aggressiv. Dieses Verhalten kann sehr belastend sein, gerade wenn es um Pflege geht.

Hilfe anzunehmen, erscheint für betagte Personen das Schlimmste,
was sie sich vorstellen können. Deshalb hilft es oft, wenn Sie sich vor Augen halten, welch große Veränderung im Leben der Senioren vonstattengeht.

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Vom Rat gebenden Elternteil zum pflegebedürftigen Menschen ist es ein großer Schritt.
Sich einzugestehen, dass es ohne Hilfe nicht geht, ist für viele daher belastend. Zumal viele Senioren niemandem zur Last fallen wollen.

Wechseln Sie die Perspektive

Um jemanden zu verstehen, der unter Altersstarrsinn leidet, hilft es oft, wenn Sie den Blickwinkel verändern. Betrachten Sie die Lage doch einmal aus Sicht Ihres pflegebedürftigen Angehörigen.

Niemand ist gerne eine Last für andere,
und es ist nicht einfach zu akzeptieren, dass Dinge, die über Jahrzehnte selbstverständlich waren, nicht mehr funktionieren.

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Oft empfinden Eltern die Vorschläge ihrer Kinder als bevormundend.
Deshalb kann es sinnvoll sein, einen Vermittler einzuschalten.

  • Jemand, der nicht in die Situation involviert ist, kann sowohl den pflegebedürftigen Menschen als auch den Angehörigen oftmals wertvolle Tipps geben.
  • Ein Vermittler geht unvoreingenommen an die Situation heran und kann Fehler und Probleme auf beiden Seiten aufzeigen.
  • Diese Personen können vom Pflegedienst kommen oder auch ehrenamtliche Helfer sein. Gegebenenfalls hilft es auch, den vertrauten Hausarzt, der die Familie seit Jahren kennt, hinzuzuziehen.

Altersstarrsinn ist keine Krankheit

Auch wenn viele Angehörige am liebsten hören würden, dass diese Form von Starrsinn behandlungsbedürftig ist, handelt es sich nicht um eine Krankheit. Es ist vielmehr eine natürliche Reaktion auf massive Veränderungen im Leben.

Hierbei hilft es meist nur, wenn die pflegenden Angehörigen sich wirklich zurücknehmen.
Auch, wenn nur der beste Wille dahintersteckt, können gerade Kinder sehr belehrend auf ihre alten Eltern wirken. Sicher, Sie meinen es nur gut, aber der Rollenwechsel ist für die Eltern sehr schwer zu bewältigen und oftmals führen solche Dinge zu massiven Streitigkeiten.

Respektvoll mit Altersstarrsinn umgehen

Machen Sie sich klar, dass Ihr Angehöriger Sie nicht ärgern möchte, sondern oftmals aus purer Verzweiflung verbal um sich schlägt. Hilfe anzunehmen, ist kein leichter Prozess.

Einige Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Versuchen Sie zu verstehen, warum die Person ablehnend reagiert.
  • Suchen Sie Hilfe von außen wie einen Pflegedienst oder ehrenamtliche Helfer.
  • Binden Sie Dritte als Vermittler ein.

Titelbild: © YakobchukOlena / stock.adobe.com