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Nicht immer steht die Hilfsbereitschaft einzig und allein im Vordergrund.
Denn nicht allzu selten stürzen sich Töchter oder auch Söhne in die Pflege, um endlich die lang ersehnte Anerkennung des Vaters oder der Mutter zu bekommen. Sie pflegen bis zur völligen Selbstaufgabe, weil sie endlich das Gefühl haben, gebraucht zu werden oder weil sie von einem Helfersyndrom befallen sind.

Dieser Begriff wurde übrigens 1977 von dem Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer in seinem Buch „Die hilflosen Helfer“ beschrieben und ist vor allem in der Pflege oft anzutreffen. Es beschreibt einen Menschen, der sein Selbstwertgefühl daraus bezieht, anderen zu helfen, selbst aber Hilfe ablehnt und dabei eigene Bedürfnisse und Wünsche vernachlässigt.

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