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Wenn ein Pflegefall eintritt, ist es wichtig, eine geeignete Form für die Versorgung zu finden. Eine beliebte Möglichkeit hierfür stellt betreutes Wohnen dar. Dabei sind die Betroffenen gut versorgt, genießen aber weiterhin eine hohe Eigenständigkeit.

Was bedeutet betreutes Wohnen?

Eine einheitliche Definition für betreutes Wohnen gibt es nicht, sodass letztendlich die Anbieter darüber entscheiden, ob sie ihrer Einrichtung diese Bezeichnung verleihen. Es gibt einige Kriterien, die sich mittlerweile in diesem Bereich durchgesetzt haben und in einigen Fällen auch durch offizielle Prüfsiegel bescheinigt werden.

Kriterien:

  • Eine wichtige Voraussetzung ist eine behindertengerechte Wohnung, die mit einem Hausnotrufsystem versehen ist.
  • Außerdem erbringt der Anbieter ambulante Pflegeleistungen – in der Regel bis Pflegegrad 3.
  • Gemeinschaftsräume und gemeinsame Mahlzeiten sorgen für Kontakt zwischen den Bewohnern.

Weitere Dienstleistungen runden das Angebot ab:

  • Botengänge
  • Hilfe beim Schriftverkehr mit Versicherungen
  • Fahrdienste
  • Wäscheservice

 Auf diese Weise sind die Senioren nach wie vor selbstständig, sie erhalten jedoch Unterstützung im Alltag.

Für wen eignet sich diese Wohnform?

Betreutes Wohnen eignet sich hervorragend für Menschen mit einer leichten Pflegebedürftigkeit, bei denen die häusliche Pflege nicht möglich ist. Auf diese Weise erhalten sie alle notwendigen Hilfestellungen, um ihren Alltag zu bewältigen.

Dennoch behalten sie ihre Eigenständigkeit bei. Wenn die Betroffenen verschiedene Aufgaben in ihrem Alltag weiterhin selbst erledigen, wirkt sich dies häufig positiv auf den Krankheitsverlauf aus.

Außerdem fällt die Anpassung an die neue Lebenssituation leichter, da die Pflegebedürftigen sich in einem Heim oftmals bevormundet fühlen.

Die meisten Angebote eignen sich lediglich für Personen bis Pflegegrad 3.
Sollte eine schwerwiegendere Pflegebedürftigkeit vorliegen, ist betreutes Wohnen nur in Ausnahmefällen möglich. Es gibt jedoch einige Einrichtungen, die an Pflegeheime angegliedert sind und die daher auch Menschen mit höheren Pflegegraden gerecht werden können.

Einen passenden Anbieter auswählen

Bei der Wahl einer passenden Einrichtung für das betreute Wohnen ist Sorgfalt notwendig.

Dabei sollten Sie stets darauf achten, bis zu welchem Pflegegrad eine Betreuung möglich ist. Da sich die Pflegebedürftigkeit im Laufe der Zeit häufig erhöht, ist es sinnvoll, eine Einrichtung auszuwählen, die auch in absehbarer Zukunft die Pflege übernehmen kann.

Um sich ein Bild von der Qualität dieser Dienstleistung zu machen, ist ein persönlicher Besuch sehr wichtig.

Schließlich gibt es auch unser Bewertungsportal,
anhand dessen Sie die Anbieter für betreutes Wohnen einschätzen können. Auf dieser Website entdecken Sie zahlreiche Bewertungen und Kommentare zu Anlagen in ganz Deutschland. Selbstverständlich dürfen Sie dort auch Ihre eigenen Erfahrungen schildern.

Bild: © ACP prod / stock.adobe.com