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Demenz – der Umgang mit dem Vergessen

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Für Betroffene wie Angehörige ist die Diagnose, z.B. Alzheimer Krankheit, die mit einer Demenz einhergeht gleichermaßen erschütternd.

Zwar ist die Erkrankung nicht immer heilbar,
mit der richtigen Therapie lassen sich die Symptome aber durchaus lindern oder verlangsamen.

Da die dementielle Erkrankung aber stets unterschiedlich ausgeprägt ist und entsprechend andere Probleme mit sich bringt, ist vor allem ein offener Umgang mit der Krankheit der richtige Weg – für Sie und Ihre Angehörigen.

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Diagnose: Demenz

Es vergehen oft Monate, bis bei betroffenen Menschen die Krankheit zweifelsfrei festgestellt werden kann. Viele Anzeichen für eine Demenz können nämlich auch auf andere Erkrankungen oder schlichtes Älterwerden hindeuten.

Haben Sie das Gefühl, dass Sie bei ihrem Angehörigen möglicherweise Symptome einer Demenz erkennen, sollten Sie daher mit ihm unbedingt den Hausarzt, noch besser den Neurologen oder Neuropsychologen aufsuchen, um möglichst früh Gewissheit zu erhalten.

Offener Umgang mit der Krankheit

Es sind überwiegend Angehörige, die sich in Deutschland um die Betreuung von Demenzkranken kümmern. Oft werden die gesundheitlichen Probleme der Erkrankten im Familien- und Freundeskreis aber verschwiegen – das ist allerdings der falsche Weg.

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  • Zum einen lässt sich Demenz mit Fortschreiten der Krankheit irgendwann nicht mehr verheimlichen
  • Zum anderen können Freunde und Familie nur dann angemessen reagieren und ihre Hilfe anbieten, wenn sie von der Erkrankung des Betroffenen wissen.
  • Zudem können gerade vertraute Personen helfen, die Angst des Erkrankten zu lindern.

Die Diagnose einer dementiellen Erkrankung ist für Betroffene stets ein großer Schock.
Verständnis und Zuspruch von geliebten Menschen können dazu beitragen, diesen Schock etwas abzumildern
.

Fördern und Fordern

An Demenz Erkrankte müssen stetig gefordert und gefördert werden, damit ihre Fähigkeiten möglichst lange erhalten bleiben. Nehmen Sie Ihrem Angehörigen also nicht alles ab, solange dies nicht unbedingt erforderlich ist.

Regelmäßige Aufgaben und Rituale, wie beispielsweise das Decken des Mittagstischs können helfen, die Selbstständigkeit länger aufrechtzuerhalten.

  • Wichtig ist, dass der Betroffene Hilfe bei alltäglichen Handlungen bekommt, die er allein nicht mehr bewältigen kann.
  • Eine vollumfängliche Pflege ist zumindest im frühen Stadium der Demenz in aller Regel nicht nötig – und häufig sogar kontraproduktiv.
  • Wird die Pflege durch das Voranschreiten der Krankheit irgendwann zu einer zu großen Belastung für Sie, scheuen Sie sich nicht, Unterstützung durch einen professionellen Pflegedienst in Anspruch zu nehmen.

Der richtige Umgang mit Demenz – Kurzüberblick

  • offener Umgang mit der Krankheit, gerade der Familie gegenüber
  • vor allem in der Anfangsphase viel Zuspruch und Unterstützung für den Betroffenen
  • Hilfestellung, nur sofern wirklich nötig – das hilft, die Selbstständigkeit zu erhalten

Bild: ©  Hunor Kristo / stock.adobe.com