Sie sind hier

Vater muss ins Pflegeheim, Mutter verbleibt in der Mietwohnung

2 Beiträge / 0 neu
Letzter Beitrag
Vater muss ins Pflegeheim, Mutter verbleibt in der Mietwohnung
Hallo, in allen Beiträgen wird davon ausgegangen, dass es nur noch eine pflegebedürftige Person gibt. Was wird aber , wenn der Vater als ehem. Hauptverdiener ins Heim kommt und die Mutter mit kaum eigener Rente zurück bleibt (ohne Eigentum, in einer Mietwohnung )? Klar, das Sozialamt wird auf Antrag etwas zahlen - aber wer hilft hier bei den Formularen , was bleibt definitiv an Geld übrig, was zahlen Kinder oder sogar Enkel etc.? Das ist alles für die Mutter noch einmal zusätzlich emotional belastend, die Angst vor Armut steht präsent im Raum! Und ebenso für bevollmächtigte Angehörige - Hier findet man kaum Hilfe. Wie sieht es z. B. mit dem für die Beerdigung, Möbel, Rücklagen, hart Ersparten aus? Die z. B. vom Amt genannten zuzuerkennenden Rücklagen von 2500 für Sterbevorsorge pro Person sind ja wohl ein Hohn , dafür kriegt man noch kein Grab! Vielleicht ist hier jemand, der sich auskennt oder muss man sich besser gleich einen Rechtsanwalt suchen?
Hallo Monika, hui, das sind viele Fragen, die da in einem Absatz stehen. Ich will mal versuchen, einen Teil zu beantworten. Wenn die Rente nicht reicht, springt das Sozialamt ein. Hilfe bei der Antragstellung bekommt man direkt beim Sozialamt, die auch beraten. https://www.pflege.pro/leistungen-vom-sozialamt. Kinder sind gegenüber den Eltern unterhaltspflichtig. Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen und wird vom Sozialamt berechnet. Enkelkinder sind nicht unterhaltspflichtig. https://www.pflege.pro/elternunterhalt-wann-müssen-die-kinder-bezahlen. Die emotionale Belastung ist allerdings sehr hoch, für alle in der Familie, ganz besonders aber auch für die Mutter, wie in Ihrem Fall. Denn wer möchte schon im Alter anderen zur Last fallen? Ich verstehe auch, dass es wütend macht zuzusehen, wie die eigenen Eltern plötzlich in diese schwierige finanzielle Lage kommen. Aber leider ist es nun mal so, dass der Staat nur einspringt, wenn es keine Rücklagen mehr gibt. Das heißt eben auch, dass die Rücklagen bis zu einem bestimmten Betrag erst aufgebraucht werden müssen, bis die Sozialhilfe greift. Einen Anwalt würde ich Ihnen noch nicht gleich zu Beginn empfehlen, weil auch der viel Geld kostet und auch keine Ansprüche geltend machen kann, die es nicht gibt. Versuchen Sie zunächst einmal Schritt für Schritt die Ihnen zustehenden Leistungen einzureichen. LG Martina Rosenberg

Neuen Kommentar schreiben