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Gichterkrankungen erkennen und vorbeugen

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch zu viel Harnsäure im Körper entsteht.

  • Die Überschüsse sammeln sich an den Gelenken und verursachen dort starke Schmerzen und Schwellungen.
  • Die Harnsäurekristalle können sich außerdem an Sehnen, Schleimbeuteln, Knorpeln und in der Haut ablagern.
  • Dadurch entstehen Gelenkentzündungen, die auch zu Schäden der Gelenke führen können.
  • Nierensteine und Nierenschäden können ebenfalls eine Folge der Gicht sein. Deshalb ist es wichtig, Gicht bei den ersten Anzeichen zu behandeln.

Wer ist von Gicht betroffen?

Meist tritt eine Gichterkrankung zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr erstmalig auf. Deutlich häufiger sind dabei Männer betroffen. Frauen neigen nach den Wechseljahren allerdings auch vermehrt zu Gichtanfällen, da die Hormone, die einen gewissen Schutz bieten, weniger werden. Meist besteht zudem eine angeborene Veranlagung zu einem erhöhten Harnsäurespiegel.

In der Regel müssen aber noch explizite Auslöser für den Krankheitsausbruch
hinzukommen. Dazu gehören einerseits üppige Mahlzeiten, andererseits übermäßiger Alkoholgenuss. Ebenso gelten Bewegungsmangel und Übergewicht als Auslöser.

Welcher Arzt hilft bei Gichtbeschwerden?

Wenn die Schmerzsymptome der Gicht das erste Mal auftreten, sollte ein Internist zurate gezogen werden. Dieser kann mit einer einfachen Blutuntersuchung den Harnsäurespiegel des Patienten bestimmen und mit entsprechenden Medikamenten senken. Falls die Erkrankung nicht einwandfrei diagnostiziert werden kann, sollten Sie für den Betroffenen einen Termin bei einem Rheumatologen vereinbaren.

Die richtige Ernährung bei Gicht

Egal, durch was die Gicht ausgelöst wird, ob angeborener Stoffwechseldefekt oder falsche Ernährung, eine Änderung des Essverhaltens ist meist angeraten.

  • Alkohol sollte weitestgehend gemieden werden.
  • Auch Purine, die in Zellkernen vorkommen, sollten reduziert werden.
  • Deshalb wird bei Gicht eine Ernährung empfohlen, die wenig tierische Kost enthält.
  • Vor allem Innereien, Muskelfleisch und Wurst stehen auf der Verbotsliste.
  • Auch fetter Fisch kann sehr viele Purine enthalten.
  • Eier, Milch und Vollkornprodukte sowie Gemüse sollten den Hauptteil der Ernährung stellen.

Es gibt zahlreiche Listen, die Aufschluss über den Puringehalt von Lebensmitteln geben.
So können Sie die Quellen für den Gichtanfall oftmals sehr schnell selbst ermitteln und künftig vermeiden. Des Weiteren sollten Sie Ihren zu pflegenden Angehörigen zu regelmäßiger Bewegung animieren und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Wichtige Tipps bei Gicht

Wer unter Gicht leidet, muss seinen Lebensstil anpassen. Trotzdem ist ein angenehmes und größtenteils beschwerdefreies Leben möglich, wenn Sie sich an einige Regeln halten:

  • Übergewicht sollte bei Gicht nach Möglichkeit abgebaut werden.
  • Achten Sie auf eine purin- und alkoholarme Ernährung des Patienten.
  • Erkrankte sollten auf allzu üppige Mahlzeiten verzichten.
  • Bewegung kann den Harnsäurespiegel ebenfalls senken.

Titelbild: © Imagepocket / stock.adobe.com