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Der Begriff Pflegehilfsmittel umfasst alle Gegenstände, die Sie für die tägliche Pflege benötigen. Dabei wird zwischen zum Verbrauch bestimmten Artikeln und technischen Vorrichtungen unterschieden.

  • Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wären beispielsweise Hygienehandschuhe, Windeln und Desinfektionsmittel.
  • Zu den technischen Hilfsmitteln zählen Dinge wie Toilettenstühle, Urinflaschen und Pflegebetten.

Diese werden in vier Kategorien unterteilt:

  • Erleichterung der Pflege (z. B. Pflegestühle)
  • Hilfe bei der Körperpflege (z. B. Waschsysteme)
  • Selbstständigere Lebensführung (Gehhilfen etc.)
  • Linderung von Beschwerden (z. B. Lagerkissen)

Ihr Ansprechpartner bei der Finanzierung sind die Pflegekassen. Im Gegensatz dazu werden medizinische Hilfsmittel von den Krankenkassen unterstützt.

Was wird von der Pflegekasse übernommen?

Technische Pflegehilfsmittel werden von den Kassen meist leihweise zur Verfügung gestellt. In der Regel fällt dabei eine Eigenbeteiligung von 10 Prozent.

Keine Angst - Sie ist auf maximal 25 Euro pro Gegenstand begrenzt.

Bei Verbrauchsgegenständen haben Sie Anspruch auf eine monatliche Pauschale von 40 Euro.

Grundvoraussetzung ist stets,
dass eine Pflegestufe/ein Pflegegrad vergeben wurde. Außerdem muss Ihr Angehöriger zu Hause gepflegt werden.

Ob die Pflege durch Sie oder einen ambulanten Pflegedienst erfolgt, ist dabei zweitrangig. Geschieht die Pflege im Heim, müssen Sie sich um nichts kümmern. In den Fall ist der Betreiber der Einrichtung dafür verantwortlich, alles Notwendige zu organisieren.

Mögliche Probleme bei der Kostenübernahme

Obwohl grundsätzlich ein Anspruch auf Unterstützung besteht, können in der Praxis Probleme auftauchen.

So kann Ihre Pflegekasse die Leihgabe technischer Gerätschaften davon abhängig machen, dass Sie sich in deren Benutzung ausbilden lassen. Der notwendige Zeitaufwand ist durchaus überschaubar.

Bei Pflegehilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind, kann es kniffliger werden:
Die Pflegekassen haben Vertragspartner, bei denen Sie die benötigten Artikel erhalten. Grundsätzlich können Sie auch woanders einkaufen. Allerdings übernimmt Ihre Kasse dann nur den Mindestpreis, den ihre Vertragspartner verlangen. Hier ist es deshalb sinnvoll, sich von einem Kooperationspartner beraten zu lassen.

Finanzielle Unterstützung bei Pflegehilfsmitteln zusammengefasst:

  • Es gibt technische und zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel.
  • Voraussetzung für Unterstützung durch die Kasse ist eine Pflegestufe. Außerdem muss die Pflege zu Hause oder in einer Wohngemeinschaft erfolgen.
  • Technische Gerätschaften werden in der Regel verliehen.
  • Für zum Verbrauch bestimmte Artikel gibt es eine monatliche Pauschale von 40 €.
  • Um die volle Unterstützung zu erhalten, sollten Sie alle benötigten Pflegehilfsmittel über einen Kooperationspartner der Pflegekasse beziehen.

Bild: © paylessimages / stock.adobe.com