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Rollatoren können für leicht gehbehinderte und sturzgefährdete Menschen sehr nützlich sein und eröffnen ihnen wieder neue Möglichkeiten im Alltag. Sie ersetzen aber nicht den Rollstuhl und bieten auch keinen sicheren Schutz vor einem Sturz.

Ein technisch gut ausgerüsteter Rollator bietet die Möglichkeit,
außer Haus Einkäufe oder andere Dinge zu transportieren und unterwegs auch einmal eine Pause mit bequemer Sitzgelegenheit einlegen zu können.

Das Angebot von über 200 verschiedenen Rollatormodellen erscheint ein wenig unübersichtlich.
Es empfiehlt sich, zunächst Überlegungen anzustellen, für welche Gelegenheiten in welchem Umfeld der Rollator hauptsächlich genutzt werden soll, um dann gezielt bestimmte Modelle miteinander zu vergleichen.

Über welche technische Ausrüstung sollte ein Rollator verfügen?

  • Alle neueren Modelle verfügen über in der Höhe verstellbare Handgriffe mit Betätigungshebel für die Feststellbremse.
  • Die individuelle Höhenverstellung ist enorm wichtig für eine optimale Körperhaltung.
  • Rollatoren, die auch außer Haus genutzt werden, sollten eine integrierte bequeme Sitzmöglichkeit aufweisen, möglichst mit Rückenstütze (Gurt) im Lumbalbereich, um ein erholsames Verschnaufpäuschen einlegen zu können.
  • Ein Halter für Regenschirm oder andere mitgeführte Gegenstände können nützlich sein.
  • Reflektoren am Rollator erhöhen die passive Sicherheit im Verkehr und sollten auf keinen Fall fehlen.
  • Falls erwünscht ist, dass der Rollator in der Wohnung oder in öffentlichen Verkehrsmitteln nur wenig Platz einnimmt, kann eine einfache Zusammenlegbarkeit der Gehhilfe praktisch sein.

Welche Kosten übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen?

Die verschiedenen Rollatormodelle bewegen sich in einem breiten Preissegment von unter 100 € bis über 1.000 €.

Um in den Genuss einer Zuzahlung durch eine gesetzliche Krankenkasse zu gelangen,
benötigen Sie ein ärztliches Rezept, das Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten, damit er bestimmte Anforderungen auf dem Rezept notiert. Ebenso sollten Sie mit Ihrer GKV Kontakt aufnehmen, um sicher zu gehen, dass die Krankenkasse das Modell, das sie bevorzugen, auch als bezuschussbar einschätzt.

Rollatoren im Überblick:

  • Kosten: von unter 100 € bis über 1000 €
  • nützlich für leicht gehbehinderte und sturzgefährdete Personen
  • fördern die Eigenständigkeit und das Sicherheitsgefühl
  • Bezuschussung durch die GKV mit Rezept

Bild: © Ingo Bartussek / stock.adobe.com