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Die Aufrichtung und der Transport einer bettlägerigen oder pflegebedürftigen Person erfordert viel Muskelkraft und gleichzeitiges Fingerspitzengefühl, damit Patient und Pflegekraft keinen körperlichen Schaden nehmen. Umsetz- und Hebehilfen bringen Entlastung und Sicherheit in Ihren Pflegealltag.

Der richtige Einsatz von Umsetz- und Hebehilfen

  • Gleitmatte und Gleittuch
    reduzieren den Reibungswiderstand während der Bewegung des liegenden Patienten. Sie eignet sich ganz besonders gut dazu, ihn ohne großen Kraftaufwand umzulagern.
  • Hebekissen und Hebematten
    platzieren Sie zum Aufrichten ebenfalls direkt unter der liegenden Person. Auf Knopfdruck bläst sich die Hebehilfe automatisch auf.
  • Rutsch- und Transfernbretter
    aus Holz oder Kunststoff besitzen eine raue Seite und eine glatte Seite. Letztere macht einen Positionswechsel aufgrund des minimalen Reibungswiderstandes möglich.

Ist der Pflegebedürftige nur eingeschränkt mobil,
kann er mit diesem Hilfsmittel die Zwischenräume zwischen Bett und Stuhl, Toilette oder Rollstuhl selber überbrücken. Zu beachten ist hierbei, dass zwischen Ausgangspunkt und Ziel ein nur minimaler Höhenunterschied bestehen darf.

Drehscheiben eignen sich für das Umsetzen von Patienten,
die in eine stehende Position gebracht werden und diese Position aus eigener Kraft halten können.

  • An einem Drehturm mit Haltestange zieht sich der sitzende Patient hoch, die Rollen ermöglichen einen flexiblen Transport.
  • Fahrbare oder fest installierte Patientenlifter sind in verschiedensten Ausführungen erhältlich und auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Patienten zugeschnitten.

Beratung und Kostenübernahme

Besprechen Sie den Einsatz von Umsetz- und Hebehilfen mit dem behandelnden Arzt und beziehen Sie in die Beratung ein Sanitätshaus ein.

Die Anschaffung von Hebe- und Umsetzhilfen übernimmt oder bezuschusst in der Regel die Krankenkasse, häufig ist hier auch das Ausleihen unterschiedlicher Hilfsmittel möglich.

Vorteile von Umsetz- und Hebehilfen

  • sicherer Transport von pflegebedürftigen Patienten
  • bessere Zugänglichkeit aller Körperbereiche während der Pflege
  • kraftschonende Anwendung beim Heben und Verlagern
  • Verminderung der Gefahr von Rückenschäden
  • Finanzierung, Teilfinanzierung oder Ausleihen über die Krankenkasse

Bild: © Ljupco Smokovski / stock.adobe.com