Sie sind hier

Fragen zum Artikel?

Als Wundliegen bezeichnet man einen Gewebeschaden, der durch anhaltenden Druck auf eine Hautstelle entsteht. An dieser Stelle wird die Hautpartie nicht mehr richtig durchblutet und es entstehen Haut- und Gewebeschäden. Solche Druckgeschwüre (Dekubitus) sind oft sehr schmerzhaft und es bedarf einer speziellen, meist langwierigen Therapie.

Besonders Bettlägerige, aber auch Menschen im Rollstuhl und welche die sich kaum noch bewegen können und viel sitzen oder liegen, sind besonders gefährdet sich wundzuliegen.

Wie erkenne ich Wundliegen?

Am Anfang ist die Hautpartie gerötet. Ob es sich hierbei schon um eine Form des Wundliegens handelt, kann man mit einem Druckentlastungstest prüfen. Dazu drückt man vorsichtig den Finger auf die gerötete Stelle. Verfärbt sich die Stelle nicht mehr weiß und bleibt gerötet, liegt hier schon Dekubitus Grad 1 vor.

Auch Abschürfungen und Blasenbildung können ein Symptom für Dekubitus sein. Wenn die Betroffenen auch schon Schmerzen an diesen Stellen haben, ist es wichtig, schnellstmöglich einen Arzt aufzusuchen.

Die Behandlung

Wird ein Dekubitus erkannt, ist die erste und wichtigste Maßnahme den Druck von der betroffenen Hautpartie zu nehmen. Regelmäßiges Umlagern oder Umsetzen sowie druckverteilende Hilfsmittel wie Wechseldruckmatratzen sollen für Druckentlastung sorgen.

Wer zu Hause selbst pflegt, sollte bei auftretenden Dekubitus einen Arzt aufsuchen. Besonders bei der Wundversorgung ist Aufmerksamkeit und professionelle Unterstützung gefragt. Ist die Wunde klein und trocken, reicht meist schon ein steriler Verband. Feuchte Wunden müssen mit einer Kochsalzlösung gespült werden und benötigen danach meist spezielle Wundauflage, die das Gewebe luftdicht verschließen. Das Material ist so konstruiert, dass die Wunde darunter feucht gehalten wird und so möglichst optimal heilen kann, ohne dass das Gewebe mit dem Pflaster verklebt.

Vorbeugende Maßnahmen

Um das Wundliegen zu verhindern, sollten gefährdete Patienten zur Bewegung im Rahmen ihrer Möglichkeiten motiviert werden und ansonsten regelmäßig umgelagert oder umgesetzt werden. Auch eine gute Hautpflege ist wichtig. Hilfreiche Tipps zur Körperpflege pflegebedürftiger Menschen finden Sie hier.

Bild: © golubovy / stock.adobe.com