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Wenn für ältere oder kranke, pflegebedürftige Menschen es immer beschwerlicher wird, sich das Essen selbst zu kochen, oder gar einzukaufen, dann könnte der Service "Essen auf Rädern" eine gute Möglichkeit der regelmäßigen Versorgung darstellen.

Eine gute Alternative sind da die Bringdienste von „Essen auf Rädern“,
die auf Wunsch wahlweise jeden Tag eine warme Mahlzeit oder einen Vorrat an fertigen Tiefkühlprodukten direkt ins Haus liefern. Mit dem Konzept kann so manchmal auch für Monate oder Jahre der Umzug in ein Pflegeheim hinausgezögert werden. Aber auch für pflegende Angehörige ist „Essen auf Rädern“ eine hilfreiche Dienstleistung und somit eine ideale Unterstützung im Alltag.

In Deutschland wird Essen auf Rädern
mittlerweile von rund 2.000 lokalen Anbietern angeboten und ausgeliefert:

  • Deutschen Roten Kreuz
  • den Johannitern
  • Diakonie-Stationen
  • der Caritas
  • der Arbeiterwohlfahrt
  • Die Pflegestützpunkte sowie örtliche Pflegedienste informieren Interessierte über die jeweiligen Anbieter in der Nähe.

Wie funktioniert das Konzept „Essen auf Rädern“?

Das Bestellen von Menüs von „Essen auf Rädern“ ist einfach:

  • Die Speisen werden aus einem Prospekt ausgewählt und bestellt und können bereits ab dem nächsten Tag geliefert werden.
  • Wer sich nicht täglich eine warme Mahlzeit anliefern lassen möchte, kann alternativ auch einen Vorrat an Tiefkühlmenüs erhalten. 
  • Die Menüs sind für nahezu alle Personen geeignet, da auch viele Spezialmenüs für besondere Krankheitsbilder wie zum Beispiel Diabetes oder bei Glutenunverträglichkeit angeboten werden.
  • Auch Püreemenüs sind erhältlich und selbst hochkalorische Suppen für Menschen mit Mangelernährung können geliefert werden.

Was kostet „Essen auf Rädern“?

Die Preise für „Essen auf Rädern“ variieren je nach Region.

Eine Hauptmahlzeit kostet durchschnittlich ab 5,10 Euro.
Bei Spezialkost, wie etwa bei einem gluten- oder laktosefreiem Menü muss man mit circa 7,20 Euro rechnen.
Die Anlieferung der Mahlzeiten ist jedoch im Preis enthalten, sodass keine weiteren Kosten entstehen.

Zuschuss für das Essen

Für Menschen mit geringem Einkommen gibt es einen Zuschuss für das Essen.

Zuständig sind die Kommunen, und dort jeweils die Sozialämter.

Wer bereits Grundsicherung (Hartz IV) vom Sozialamt bezieht,
kann dort für das Essen auf Rädern einen Sonderbedarf geltend machen. In diesem Fall wird das Sozialamt nach der Einzelfallprüfung einen Zuschuss genehmigen, zusätzlich zum Regelbedarf. Allerdings entscheidet jedes Sozialamt, ob und in welcher Höhe Zuschüsse für das Essen gewährt werden, abhängig von der individuellen Situation des Betroffenen sowie vom jeweiligen Bundesland. 
Wer sich jedoch nach einem Unfall nur für eine gewisse Zeit nicht selbst Essen kochen kann
und zudem eine Unfallversicherung abgeschlossen hat, bekommt die Kosten für die Mahlzeiten je nach Vertragsbedingungen des Versicherungsunternehmens auch komplett erstattet.


Titelbild: © timolina / stock.adobe.com