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Bei Inkontinenz gibt es Hilfe. Was die Kasse bezahlt!

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Inkontinenz ist ein heikles Thema – für den Betroffenen selbst, aber auch für pflegende Angehörige. Allzu oft wird das Leiden totgeschwiegen. Der Kranke zieht sich aus Furcht vor Peinlichkeiten aus dem öffentlichen Leben zurück.

Notwendige Behandlungen unterbleiben, Folgeerkrankungen machen das Leiden schlimmer. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Hilfsmitteln, die sogar von der Krankenkasse bezahlt werden.

Alternativen zur Windel

Der erste Gedanke beim Stichwort Inkontinenz gilt der klassischen Windel.

Die klassische Windel

  • Das Angebot reicht von dünnen Einlagen bis hin zu großen, umschließenden Systemen, die sich auch für Stuhlinkontinenz eignen.
  • Interessant sind Windeln nicht nur für demente oder unruhige Patienten.
  • Mit ihnen kann man auch ein Toilettentraining durchführen, so dass der Pflegebedürftige wieder lernt, seinen Harn- oder Stuhldrang zu kontrollieren.

Hilfsmittel zum Abführen der Ausscheidungen

  • Windeln, Einlagen oder Inkontinenz-Hosen (Pants) sind aber längst nicht alles, was die Sanitätshäuser zu bieten haben.
  • Neben diesen aufsaugenden Systemen gibt es auch Hilfsmittel zum Abführen der Ausscheidungen wie Einmal- oder Dauerkatheter und Kondomurinale, jeweils in Kombination mit Urinbeuteln.
  • Ist die sichere Handhabung einmal erlernt, bedeutet ihre Verwendung eine große Bewegungsfreiheit ohne Angst.

Funktionell-anatomische Hilfen
Eine dritte Produktgruppe sind sogenannte funktionell-anatomische Hilfen,die – vereinfacht gesagt – helfen, den Harndrang aufzuhalten

  • Für Frauen gibt es Inkontinenztampons, Ringpessare und Harnröhren-Plugs.
  • Männer verwenden Penisbändchen oder Penisklemmen.

Das zahlt die Kasse

Ist mindestens eine mittlere Harn- oder Stuhlinkontinenz als Symptom einer Krankheit oder zum Beispiel auch als Operationsfolge ärztlich festgestellt, zahlt die Krankenkasse - nicht die Pflegekasse - das Inkontinenzmaterial als sogenannte Verbrauchshilfsmittel. Von der erforderlichen Zuzahlung für erwachsene Versicherte kann man sich befreien lassen, wenn eine einkommensabhängige Belastungsgrenze überschritten wird.

Diese Hilfen erhalten Ihre Lebensfreude

Entscheiden Sie sich für ein Produkt oder eine geeignete Kombination:

  • aufsaugendes Material wie Windeln, Einlagen oder Pants
  • ableitende Hilfsmittel wie Katheter oder Kondomurinale
  • funktionell-anatomische Hilfsmittel zum Verschluss des Harnleiters

Im Zweifel fragen Sie die Experten dieser Website oder bestellen Sie in der Apotheke oder im Sanitätshaus ein Probepaket mit verschiedenem Inkontinenzmaterial.

 

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