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Wie können Senioren und pflegebedürftige Personen Stürze vermeiden?

Stürze im Kleinkindalter fördern den Lernprozess und sind sehr wichtig für das Gleichgewicht. Anders sieht es bei Menschen aus, die eigentlich die Kontrolle über ihre Motorik haben. Durch Krankheiten und vorübergehende Unpässlichkeiten können Stürze ganz unvermittelt geschehen. Da sich ältere, pflegebedürftige Personen deutlich schlechter abfangen können, haben die Stürze fatale Folgen. Von Oberschenkelhalsbrüchen bis hin zu Brüchen von Rippen, Handgelenken oder Schultern ist vieles möglich. Deshalb ist es auch für pflegende Angehörige wichtig zu wissen, wie sich Stürze am besten vermeiden lassen.

Welche Ursachen haben Stürze?

Den meisten Stürzen von pflegebedürftigen Personen liegen alters- und krankheitsbedingte Defizite, falsches Verhalten oder plötzlicher Schwindel zugrunde. Dabei gibt es verschiedene Ursachen für die Stürze. Von kreislaufbedingten Stürzen bis hin zu neurodegenerativ ausgelösten Problemen ist alles möglich: Schwindende Muskelkraft, Gleichgewichtsstörungen, Blutdruckschwankungen, Herzrhythmusstörungen und Depressionen sind die häufigsten Ursachen für einen Sturz. Auch ungünstig kombinierte Medikamente müssen in Betracht gezogen werden. Bei einer hohen Sturzhäufigkeit sollte die genaue Ursache daher immer ärztlich abgeklärt werden.

Stürze vermeiden durch Prävention

Wenn ein gewisses Körpertraining möglich ist, sollten Betroffene sich unbedingt mehr bewegen. Oft sind nämlich nur Kraftmangel und eine allgemeine Gebrechlichkeit der Grund für die Stürze. Zudem sollten unebene Wege, schlechte Beleuchtung und herumliegende Gegenstände möglichst vermieden werden. Ebenso geht von abstehenden Teppichkanten oder rutschige Böden eine hohe Sturzgefahr aus. Es gilt also vor allem, die Achtsamkeit im Alltag zu steigern. Auch regelmäßige Untersuchungen des Seh- und Hörvermögens gehören zu einer umfangreichen Prävention.

Welche Möglichkeiten haben Sie außerdem zur Vermeidung von Stürzen?

Damit ältere Menschen sich aus Angst vor Stürzen nicht einschränken müssen, sollten Sie Ihnen so oft wie möglich mit einer helfenden Hand zur Seite stehen. Eine Analyse von vorausgegangenen Stürzen zeigt Ihnen oftmals genau, wo die Probleme liegen. So können Sie gezielt gegensteuern. Notfalls sollten zu Stürzen neigende Personen auf eine Gehhilfe zurückgreifen. Gerade Badezimmern mit glatten Böden sind zudem Handläufe und Griffe für mehr Halt eine gute Investition.

Die besten Tipps, um Stürze zu vermeiden

  • Eleminieren Sie Stolperfallen wie herumliegende Gegenstände.
  • Sorgen Sie überall in der Wohnung für ausreichende Beleuchtung.
  • Bringen Sie dem Betroffenen Gehhilfen näher.
  • Investieren Sie in Handläufe und Griffe.
  • Lassen Sie die Ursachen individuell abklären und wirken Sie ihnen mit abgestimmten Maßnahmen entgegen

Bild: © Reiner Fuhrmann / stock.adobe.com

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