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Stürze vermeiden

Viele Senioren haben den Wunsch, auch im Alter in ihrem gewohnten Umfeld bleiben zu können. Häufig scheitert dieser Traum jedoch an notwendig werdenden Investitionen, die es möglich machen, sich im Haus oder in der Wohnung problemlos mit dem Rollstuhl zu bewegen. Eine gute Finanzierungsmöglichkeit bieten daher staatliche Förderungsangebote für altersgerechte Umbauten. Entweder kann ein Zuschuss aus dem Programm 455 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder alternativ ein zinsgünstiger Kredit gemäß KfW 159 in Anspruch genommen werden.

Zuschüsse für Ihre Umbaumaßnahmen

Der Zuschuss für Umbauten beträgt mindestens 10 Prozent der anerkannten Investitionskosten. Die maximale Höhe der Förderung ist zudem gestaffelt. Wenn Sie Haus oder Wohnung so gestalten möchten, dass sich ein Rollstuhlfahrer darin frei bewegen kann, können diese Maßnahmen als Barrierereduzierung anerkannt werden. Der maximale Zuschuss beträgt für diese 5.000 € pro Wohneinheit. Wer dagegen Umbauten für ein „altersgerechtes Haus“ plant, kann sich bis zu 6.250 € sichern. In diese Kategorie fallen vor allem Maßnahmen, die es älteren Menschen ermöglichen auch bei körperlichen Einschränkungen möglichst selbstbestimmt in ihrer Wohnung leben zu können. Es werden unter anderem altersgerechte Bäder mit ebenerdigen Duschen und Haltegriffen gefördert.

Darlehen für altersgerechte Umbauten

Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit bei der KfW einen speziellen Kredit für altersgerechtes Umbauen in und an der Wohnung zu beantragen. Es werden dabei bis zu 100 Prozent der anrechenbaren Investitionskosten einschließlich Beratungs- und Architektenhonorare mit einem zinsgünstigen Kredit von maximal 50.000 EUR gefördert. Für das Darlehen mit einer Laufzeit von 4 bis 10 Jahren und einer zweijährigen tilgungsfreien Anlaufzeit werden 0,75 Prozent Zinsen pro Jahr fällig. Mit einem solchem Kredit können Sie beispielsweise Treppenlifte oder Aufzüge finanzieren.

Für wen sind die staatlichen Förderungsangebote geeignet?

Alle Privatpersonen, die für ihre Wohnung oder Haus als Eigentümer oder Bewohner förderfähige Investitionen tätigen wollen, können die Förderung der KfW in Anspruch nehmen. Die Zuschüsse bieten sich vor allem bei Maßnahmen mit geringen Kosten oder in Kombination mit einem günstigen Bankkredit an. Die Darlehen der KfW sind dagegen vor allem bei größeren Umbauten hilfreich. Hier sehen Sie noch einmal alle Möglichkeiten im Überblick:

  • Barrierereduzierung: 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 5.000 € je Wohnung (Zuschuss)
  • altersgerechtes Haus: 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 6.250 € je Wohnung (Zuschuss)
  • Kredit bis 50.000 EUR je Wohnung, 4-10 Jahre Laufzeit

Hierzu gibt es auch eine Beitrag in unsere Mediathek mit dem Titel "Barrierefreies Wohnen"

Bild: © Robert Kneschke / stock.adobe.com