Umzug ins Pflegeheim

Umzug in Pflegeheim?


Wenn im Laufe der Zeit die Selbstständigkeit eines Angehörigen abnimmt und das Leben zuhause nicht mehr möglich ist, sind Betroffene und ihre Familienmitglieder oft mit der Überlegung konfrontiert, ob ein Umzug in ein Pflegeheim oder eine Seniorenresidenz sinnvoll sein könnte. Es gibt ganz verschiedene Angebote für die Bedürfnisse von Senioren.


Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Umzug in ein Heim gekommen?

Wenn Sie mit der Pflege Ihrer Angehörigen überfordert sind oder sich die Umstände geändert haben, kann eine ausreichende Versorgung manchmal nicht mehr zuhause sichergestellt werden. In diesem Fall ist eine professionelle Betreuung in einem Pflegeheim erforderlich. Den richtigen Zeitpunkt für diesen Schritt zu finden, ist jedoch schwierig.


Auf der einen Seite kann es insbesondere bei Demenzkranken sinnvoll sein, so früh wie möglich in ein Heim zu ziehen.

Solange die Krankheit noch nicht allzu stark ausgeprägt ist, fällt es ihnen leichter, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Auf der anderen Seite schätzen die Betroffenen es in der Regel, weiterhin zu Hause zu wohnen.


Diese Entscheidung müssen die Angehörigen zusammen mit den Betroffenen zwar stets nach ihrem persönlichen Ermessen fällen, doch gibt es einige Anhaltspunkte dafür, dass professionelle Hilfe erforderlich ist:

  • Der Pflegebedürftige wird aggressiv oder gewalttätig.
  • Hohe Verletzungsgefahr: Eine Beaufsichtigung ist rund um die Uhr notwendig.
  • Unruhe und Aktivität selbst in der Nacht
  • Betroffene hinterlassen Kot oder Urin in der Wohnung


Persönliche Aspekte der pflegenden Angehörigen

Neben dem Krankheitsverlauf der Pflegebedürftigen spielt auch Ihre eigene persönliche Situation eine wichtige Rolle.

Sollten Sie beispielsweise selbst gereizt und aggressiv werden, an Schlafstörungen leiden oder zunehmend depressiv werden, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass Sie überlastet sind.


Ihre berufliche Entwicklung hat ebenfalls Einfluss auf diese Entscheidung. Reduziert sich aufgrund der Überlastung Ihre Leistungsfähigkeit und laufen Sie deswegen Gefahr, Ihre Arbeitsstelle zu verlieren, ist ein Umzug des Pflegebedürftigen in ein Heim zu empfehlen.


Ein gutes Heim auswählen

Wenn Sie sich für den Umzug entschieden haben, ist es notwendig, die Einrichtung sorgfältig auszuwählen.

  • Bei einer geringfügigen Pflegebedürftigkeit ist der Umzug in eine Seniorenresidenz noch möglich.
  • Hier leben ältere Menschen, die sich noch weitestgehend selbst versorgen können und keinen Pflegegrad haben.
  • Sie schätzen jedoch ein barrierefreies Gebäude, den Kontakt mit anderen Senioren und eine zusätzliche Betreuung.Hier spielt das Sicherheitsgefühl eine große Rolle, sie sind nicht allein.


In schweren Fällen ist hingegen ein Umzug ins Pflegeheim unerlässlich.

  • Hier kann sich hoch qualifiziertes Personal gut um Menschen mit hoher Pflegebedürftigkeit kümmern.
  • Es ist wichtig, die Einrichtung selbst in Augenschein zu nehmen und sich über die Qualität zu informieren.
  • Hierfür können Sie auch den AOK Pflegenavigator nutzen. Er zeigt nicht nur Adressen an, sondern auch umfangreiche Informationen zu Pflegeheimen, Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen, Pflegediensten und Unterstützungsangeboten.


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